Koh Phuket

Koh Phuket ist mit ca. 550 Km² Thailands größte Insel. Die Insel lebt heute überwiegend vom Tourismus, welcher sie auch zur reichsten Provinz Thailands macht. Davor waren die Grundpfeiler für den Wohlstand die Fischerei, Perlenzucht, umfangreiche Zinnvorkommen und Gummiplantagen. Im Grunde ist Phuket eine Halbinsel, die im Norden über die 700 m lange Sarasin-Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Phuket Stadt

In Phuket Stadt leben etwa 60.000 Einwohner. Sie wuchs zu Beginn des 19. Jahrhunderts heran, als man die Zinnvorkommen entdeckte und tausende chinesische Arbeiter auf die Insel kamen. Der ehemalige Reichtum der Händler zeigt sich auch heute noch in den herrlichen sino-portugiesischen Villen in Phuket. Auch die vielen Läden und Tempel sind von deren Einflüssen geprägt.

Vegetarisches Fest auf Phuket

Das wohl berühmteste Erbe der chinesischen Einwanderer dürfte das vegetarische Fest der Naga Anhänger sein, welches jährlich im Oktober stattfindet. Zum ersten Mal hatte es vor ca. 150 Jahren stattgefunden, als einige chinesische Schausteller die Pest überlebten. Das Fest ist nichts für schwache Nerven. Die Teilnehmer durchbohren sich Wangen, Zungen und andere Körperstellen mit allen erdenklichen Gegenständen. Von Messern, spitzen Stäben bis hin zur Heckenschere wird so ziemlich alles zur Durchbohrung verwendet. Damit sollen Körper und Seele gereinigt werden. Je mehr der Naga-Anhänger dabei leidet, umso größer ist sein spiritueller Bonus.

Phukets Strände

Auf Phuket befinden sich über 20 Stränden (Strand in thailändisch Hat). Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei, vom typischen Touristenstrand bis hin zum kleinen verträumten Flecken Sand für diejenigen, die es ruhiger haben möchten.

Laem Singh Beach Phuket

Der wohl touristisch am weitesten erschlossene Strand ist Patong Beach. Es ist ein langer, leicht geschwungener Strand mit einigen Möglichkeiten des Zeitvertreibs. Von Paragliding, über Wasserjet und Bananenbooten wird einiges an Freizeitaktivitäten geboten.

Sehr ruhig dagegen ist Laem Singh Beach. Der Strand ist mein persönlicher Favorit. Etwas verborgen gelegen und nur über das Meer oder 2 Trampelpfade zu erreichen ist dieser malerische Strand ein Kleinod für Urlauber die die Ruhe genießen möchten. Vom Lärm der Wasserjets ist man meist unbehelligt und kann entspannt am Strand relaxen.

laem-singh-beach-001

Sollte sich der Hunger irgendwann einstellen, so kann man dort am Strand auch gut essen. Die Preise sind im Vergleich aber recht hoch, was wohl an der Abgeschiedenheit des Strandes liegen mag.

Essen in Phuket – Restaurant oder Garküche?

Wo isst man in Phuket besser? Soll man ein Restaurant besuchen oder es mit einer kleinen Garküche versuchen? Nun, das ist eindeutig vom eigenen Geschmack abhängig. Gut essen lässt sich sowohl in den Restaurants, wie auch in den vielen kleinen Garküchen am Strassenrand.

Der Unterschied liegt hier bei den angebotenen Gerichten und deren Zubereitung.

Essen im Restaurant

Die Restaurants sind auf die typischen Touristen zugeschnitten. Die Gerichte sind überwiegend auf den nicht asiatischen Gaumen zugeschnitten. Das will heißen, hier gibt es vom Wiener Schnitzel, über die Pizza bis hin zur Pasta, was der gewöhnliche Gaumen gewöhnt ist. Natürlich sind auch einheimische Speisen vertreten. Jedoch sind sie von ihrem Geschmack her meist sehr gemässigt und kommen dem ursprünglichen Gericht bestenfalls nahe. Vor allem fehlt es hier an echter Schärfe – No Chili, No Fun.

Die Preise in den Restaurants sind verhältnismässig hoch. Ist auch klar, das Angebot wendet sich an die Touristen und die haben die Taschen voll Geld. Einen Einheimischen wird man hier selten, wohl eher nie zu Gast sehen.

Essen in und an den Garküchen

Garküche in Thailand  ©iStockphoto.com/ivanmateev
©iStockphoto.com/ivanmateev

Oftmals unterschätzt werden die vielen Garküchen entlang der Strassen und Gässchen. In der Zwischenüberschrift ist dir bestimmt das“ in und an“ aufgefallen. Das liegt an der verschiedenen Arten der Garküchen. Da gibt es zum einen „Miniaturrestaurants“ in Gebäuden mit einem sehr kleinen Raumangebot. Meist bestehen sie nur aus der Küche und ein paar Tischen mit Stühlen im Aussenbereich.

Und da wären noch die mobilen Garküchen. Das sind zum Teil umgebaute kleine Anhänger, die vom Betreiber täglich zu ihrem Standort von Hand gezogen werden. Auch umgebaute Fahrräder, samt Beiwagen sind im Einsatz. Oftmals sehr abenteuerlich zu betrachten sind zur mobilen Garküche umgebaute Moppeds mit Seitenwagen. Besonders spannend sind die Dinger, wenn sie nachts mit brennendem Grill unterwegs sind. Das hat im Fahrtwind etwas von einem Feuerwerk.

Das Angebot an Gerichten ist meist sehr überschaubar. Ist auch logisch, dass bei der Fläche eines Beiwagens keine 20 verschiedenen Gerichte angeboten werden können. Meist spezialisieren sich die Köche auf ein Gericht. Beliebt sind zum Beispiel Hähnchen mit Klebreis oder Spieße mit Schweinefleisch, Fisch und scharfer Soße. Die Preise sind sehr günstig. Eine Mahlzeit kostet um die 40 Baht, also gerade einmal knapp einen Euro. Kein Vergleich zu 500 Baht in den Restaurants.

Fazit

Essen in Phuket lässt sich sowohl sehr gut in den Restaurants, wie auch in den Garküchen. Europäische und gemässigte Thaiküche gibt es in den Restaurants zu Preisen für Touristen. Günstig und vor allem authentisch hingegen isst man in den unzähligen Garküchen. Und keine Angst, das Essen der Garküchen ist bedeutend besser als ihr Ruf. Bisher hatte ich mir den Magen noch nie verdorben und ich esse ausschliesslich einheimische „Strassenfutter“.

Update: Hier hätte ich noch ein schönes Video passend zum Thema Strassenfutter. Ist jetzt zwar nicht wirklich „an der Strasse“, aber die Gerichte passen durchaus. Man würde ich da zulangen.

Promthep Cape – Aussicht vom südlichsten Punkt Phukets

Promthep Cape oder auch Cape Promthep (thail. Laem Promthep) ist ein wirklich schöner Aussichtspunkt am südlichen Ende Phukets. Unweit vom Kata Viewpoint entfernt – von dort einfach weiter Richtung Rawai Beach fahren – ist Promthep nicht schwer zu finden.

Parkmöglichkeiten gibt es hier reichlich, so dass man den Aussichtspunkt auch problemlos mit dem Auto anfahren kann, statt einem gemieteten Mopped. Am Rande des Parkplatzes ist das Zentrum der dortigen Souvenirbuden. Auch hier gibt es reichlich Phuket T-Shits, Schlüsselanhänger, Postkarten etc. für die Souvenirjäger.

Promthep Cape – Phuket

Zum eigentlichen View Point kommt man über eine Treppe, die den Hügel hinaufführt. Oben angekommen, findet man sich auf einem großen Platz wieder. Geht man geradeaus weiter, wird man mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Das Cape ist im Grunde nur eine fast nackte Felszunge, die in das Meer hineinragt. Lediglich ein paar Palmen, etwas Gras und ein paar Sträucher zieren ihn. Rechts von der Felszunge liegt vorgelagert eine kleine Insel – Koh Mun. Lohnenswert ist ein Besuch zu Sonnenuntergang auf Promthep Cape. Für Romantiker ein Kann, für Fotografen ein Muss, wie ich finde.

Promthep Cape Phuket
Promthep Cape Phuket
Promthep Cape Phuket - Insel Koh Mun
Promthep Cape Phuket – Insel Koh Mun

Es gibt dort oben noch etwas zu entdecken. Ist man oben am Platz angekommen geht es nach links zu einem Elefanten-Schrein. Ich fand den Schrein interessant und sehenswert. Der eigentliche Schrein ist ein runder Platz, der mit glänzenden Granitplatten – denke mal es ist Granit – ausgelegt ist. Er wird von einer niedrigen Mauer eingefasst. In der Mitte befindet sich eine Buddha-Statue. Um sie herum sind große Elefanten-Figuren platziert. Auch auf der Mauer sind unzählige Elefanten verteilt, die gläubige Buddhisten dort hingestellt haben.

Wer Fotos machen möchte, sollte Rücksicht auf die hier betenden Menschen nehmen. Auf keinen Fall sollte man auf die Idee kommen und einen Ritt auf einem Elefanten wagen, um ein „außergeöhnliches“ Foto für das Fotoalbum zu haben. Solche Aktionen können ganz schnell auf der Polizeiwache enden und empfindliche Strafen nach sich ziehen.